Keine Angst vor E-Fahrzeugen und langen Strecken: Ein teilAuto-Kunde klärt auf

teilAuto: Elektrofahrzeug VW ID.3 vor einem Gasthof an der Ladesäule

Das Wochenende rückt näher und damit der Tagesausflug in den Spreewald, die Fahrt zur Oma nach Thüringen oder zu Freunden ins Ruhrgebiet. Es soll ein E-Auto werden, denn wer diese schon mal ausprobiert hat, weiß das ruhige und zugleich sportliche Fahrverhalten zu schätzen. Außerdem hat man die Gewissheit, dass man sich nur mit Ökostrom fortbewegt, der an den Heimatladesäulen von teilAuto anliegt. Dass eine Fernfahrt unkomplizierter und schneller sein kann, als vielleicht gedacht, möchte ich mit diesem Beitrag zeigen.

Schnell oder langsam? Das ist hier die Frage

Grundsätzlich gibt es zwei Strategien zum Vorankommen, die sich unter den Elektroautofahrern „durchgesetzt“ haben:

Schnell fahren – Schnell laden: Insbesondere bei modernen E-Fahrzeugen mit großen Akkus und schneller Ladegeschwindigkeit wie dem ID.3 bietet dieses Prinzip auf deutschen Autobahnen einen zeitlichen Vorteil. Der Akku kommt durch die hohe Leistungsentnahme gerade im Winter auf die richtige Betriebstemperatur fürs Schnellladen. Die Ladestopps werden somit kurz gehalten und der Wagen stets bei niedrigen Ladeständen schnellstmöglich nachgeladen. Nachteilig sind die höheren Kosten durch den höheren Verbrauch, und bei längeren und häufigeren Umwegen zu Ladesäulen kann der zeitliche Vorsprung aufgefressen werden.

Die zweite Möglichkeit ist, die Geschwindigkeit zu senken, um die Reichweite zu erhöhen. Hierfür eignen sich Geschwindigkeiten von 100-120 km/h. Das zeitliche und Verbrauchsoptimum erreicht man mit einer gleichmäßigen Geschwindigkeit über lange Strecken.

Nützliche Apps und Routenplanung

Bevor die Fahrt los geht, empfehle ich noch drei Apps, die ich selbst gerne nutze und die Fernfahrten vorhersehbar machen. Dabei gilt immer: Die Apps nur beim Parken nutzen oder vom Beifahrer bedienen lassen.

A Better Route Planner (ABRP) („Ein besserer Routenplaner“)

  • App bzw. Website mit fahrzeugspezifischer Routenplanung
  • Optimierung der Fahrt- und Ladezeiten durch vielfältige Einstellmöglichkeiten

ChargeEV (iOS) / EV+Map (Android)

  • App (iOS oder Android) zur gezielten Ladesäulensuche mit vielen Zusatzinfos, z. B. zu kostenlosen oder defekten Säulen

EnBW mobility+

  • App zum einfachen Freischalten und Bezahlen von Ladevorgängen
  • Faire Preise auch ohne Grundgebühr, einfacher Wechsel in andere Tarifstufen
  • Nicht vergessen: Vor der Reise Zahlungsmittel hinterlegen

Die Routenplanung im Überblick

  1. Erweiterte Einstellungen für Fahrzeug, Ladenetz (hier: EnBW bevorzugen), Wetter usw. in der App ABRP setzen bzw. Standards nutzen.
  2. Gesamte Reise auch mit Zwischenzielen in die Routenplanung eintragen.
  3. Route berechnen lassen und Ladestopps manuell anpassen. Die Lader können gezielt aus- oder eingeschlossen werden, um z. B. die teuren Ionity-Lader oder größere Umwege zu vermeiden. Mit dem Blick in die Routenplanung der EnBW mobility+-App mit passenden Filtereinstellungen kann man sicherstellen, dass die Säule auch mit dem eigenen Tarif und Zugangsmedium nutzbar ist.
  4. Sind Zwischenladungen möglich, z. B. AC-Lader in Zielnähe, können diese bei den separaten Einstellungen der Zwischenstopps gesetzt werden. Dazu werden realistische Werte eingetragen. (Achtung: Bei Nutzung von EnBW mobility+ nicht länger als 4h laden, um Blockiergebühren zu vermeiden.)
  5. Es bietet sich an, mit realistischen Parametern und Einstellungen am Reisetag die Fahrt neu berechnen zu lassen und so zu optimieren.

Unterwegs Nachladen

Bei Ankunft an der Ladesäule empfiehlt sich ein Zielladestand von ca. 10%, um noch etwas Reserve bis zu einer Ausweichmöglichkeit zu haben und gleichzeitig im niedrigen Ladebereich die maximale Ladegeschwindigkeit ausnutzen zu können. Wichtig: Das Nachladen lässt sich im Gegensatz zum Tanken momentan nicht von teilAuto rückerstatten. Somit ist das E-teilAuto-Fahrzeug auf Langstrecke leider momentan deutlich teurer als ein vergleichbarer Verbrenner.

Die Kosten für die Ladung des E-Fahrzeugs liegen bei ca. 10€/100km (Stand: Jan. 2022) an öffentlichen Säulen. Zum Bezahlen benötigt man ein Zugangsmedium (passende Ladekarte oder App) und einen geeigneten Tarif. Mit dem Tarif von EnBW ist man als teilAuto-Nutzer*in m. E. aktuell am besten aufgehoben, da man ein großes Ladenetz nutzen kann und einen fairen Preis zahlt.

Endlich startklar!

Mit diesen Vorbereitungen kann nun nichts mehr schief gehen. Beim Fahren achtet man schlicht darauf, dass die maximale Reichweite größer bleibt als die Entfernung zur nächsten Ladesäule. Wenn es hier knapp wird, hilft es die Geschwindigkeit in 10 km/h-Schritten zu senken, da der Luftwiderstand den größten Einfluss auf den Verbrauch hat. Auf das Windschattenfahren sollte aber verzichtet werden. Das hat keinen Effekt und ist gefährlich.

Wer jetzt Lust auf Elektroautos bekommen hat, kann es ja einfach mal ausprobieren. Es muss auch nicht gleich die Fahrt quer durchs Land sein. Zum Kennenlernen und Erfahrungen sammeln, bietet sich beispielsweise erstmal ein Wochenendtrip in die nähere Umgebung an. Ich wünsche auf jeden Fall allzeit gute Fahrt und jede Menge Spaß mit den elektrischen Fahrzeugen!

Disclaimer: Es handelt sich um einen Gastbeitrag eines teilAuto-Kunden, der dessen persönliche Meinungen widerspiegelt. Bei den genannten Apps und Diensten handelt es sich um unbezahlte Produktempfehlungen.

26 Kommentare

  1. Ich konnte leider keine Antwort auf die Frage finden: Sind generell alle Ladesäulen in Deutschland für teilAuto nutzbar?
    Verstehe ich das richtig, dass für das Nachladen der Kunde bezahlt und es nicht von teilAuto erstattet bekommt?

    1. Alle Ladesäulen in Deutschland sind auch für teilAuto-Fahrzeuge nutzbar. Da gibt es keine Einschränkungen. Wie bereits beschrieben, müssen die Kosten für das Zwischenladen durch den/die Kund*in selbst übernommen werden.

  2. Ja,
    Die Ladekarte die im Auto liegt funktioniert nur an der Station an der das Auto übernommen wird.
    Evt. sollte man erwähnen, daß das Auto auch fast leer wieder am Mietende abgestellt werden kann. Ladekabel natürlich anschließen nicht vergessen. 😉

    1. Richtig. Es ist sehr wichtig, dass das Fahrzeug nach Fahrtende IMMER an die Ladesäule angeschlossen wird, damit Nachnutzer*innen ein geladenes Fahrzeug vorfinden. Dafür ist zwischen zwei Buchungen immer ein Ladepuffer von 30 Minuten vorgesehen.

  3. Ich fahre gern mit den Elektroautos. Mit den Dresdner Mobipunkten gibt hier einige.
    Für lange Strecken nehme ich dann derzeit noch einfach einen Verbrenner.
    Schön wäre es das nicht tun zu müssen.

    Bei meinen Eltern gibt es bald eine Wallbox. Das wird zumindest diese Tour ermöglichen.

    Im Kilometerpreis ist doch bestimmt der Benzin/Strompreis enthalten und ab 200km auch geringer. Mit Elektroautos werden momentan nur wenige weiter fahren als die Reichweite her gibt.

    Wenn die Kosten ab 300km oder der Reichweite des Elektroautos deutlich geringer werden würde, würde ich mir dann auch eine eigene Stromkarte zulegen.

    Vielleicht wird es eines Tages einen homogeneren Markt geben und es funktioniert für Teilauto eine Verbundkarte zu verwenden. Dann würde ich die eigene Karte gern wieder weg lassen.

    Ich finde es trotzdem schön, das es bei Teilauto überhaupt Elektroautos gibt und mit dem Car Sharing als solchem die Mobilität weniger Schaden als mit einem eigenen Auto anrichtet.

  4. Der Artikel ist wohl eher für die geeignet, die schon Erfahrung mit E-Autos haben. Na ja und solche Informationen, dass man bei schneller Fahrt mehr Elektroenergie verbraucht ist meines Erachtens keine wirklich hilfreiche Information, weil irgendwie klar. Hier wäre interessant gewesen zu wissen, wie es denn mit der Heizung im Winter läuft – wie viel kostet das an Reichweite – worauf muss man da achten?

    Ich für meinen Teil habe bisher keine Erfahrung mit E-Autos und gehe beim Tanken davon aus, an eine Säule zu fahren, den Stecker reinzustecken und eine Zeit X zu warten bis das Auto aufgeladen ist. So einfach scheint es aber nicht zu sein. Der Artikel wirft viele Fragen auf.

    – Wie lange dauert eine Aufladung?
    – Wie ist die Verteilung der Ladesäulen (an jeder Tankstelle? wie lange/weit, muss im Schnitt gefahren werden, um eine Ladesäule zu erreichen)?
    – Wie sieht im Schnitt die Auslastung an Ladesäulen aus?
    – Wenn jemand vor mir an einer Ladesäule steht, wie lange muss man im Schnitt warten, bis der Vorgänger fertig geladen hat?
    – Was muss ich im Vorfeld alles tun, um ein E-Auto nutzen zu können (Zugangsmedium für eine Ladesäule beschaffen? Darf ich nur bestimmte Ladesäulen benutzen und wie erkenne ich diese? Kann ich überall elektrisch tanken, wo das angeboten wird oder muss ich irgendwelche Steckerstandards beachten?)
    – Muss ich bei einem speziellen Stromunternehmen Kunde sein oder ist das vollkommen egal?
    – Was ist der Unterscheid zwischen Ladern? („Die Lader können gezielt aus- oder eingeschlossen werden“ – was bedeutet das?).
    – Wie wirkt sich die Heizung auf die Reichweite aus?

    Summa summarum, für mich ist sehr viel unklar und aus rein praktikablen und zeitlichen Gründen (mich mit der neuen Technologie zu befassen bevor ich in ein Elektroauto steige) werde ich vorerst noch auf die alten Verbrenner zurück greifen – leider hat mir der Artikel diesbezüglich auch keinen wirklichen Impuls bzw. Wissensgewinn gegeben.

  5. Lese ich das richtig, dass bei Langstrecke der Nutzende den vollen Preis für die Nachladung selbständig trägt? Ich habe aktuell mal über eine längere Fahrt nachgedacht, doch mit diesem Vorgehen ist es leider keine wirtschaftliche Lösung. Wieso stellt eine nachträgliche Anrechnung ein so großes Problem für teilauto dar?

  6. Ich bin U30 und wirklich aufgeschlossen gegenüber e-Autos. Ich habe schon 2014 den e-Golf gebucht und mache mehrer e-Fahrten pro Jahr, die ich (aufgrund der o. g. Umstände) wirklich genieße. Trotzdem würde es mir nicht in den Sinn kommen, ein Elektrofahrzeug für eine Strecke zu buchen, die die maximale Reichweite des Autos mehr als 50% übersteigt. Der Aufwand ist mir einfach zu groß, eine so detaillierte Vorbereitung zu betreiben, die mir am Ende nur die Umwelt dankt. Und selbst da kann man gespaltener Meinung sein, wenn man sich den Ressourcenverbrauch der Fahrzeuge in der Herstellung ansieht. Da verzichte ich lieber einmal mehr auf das Stück Fleisch im Supermarkt oder trage meine Klamotte ein paar Wochen länger. Ich glaube, diese Fahrzeuge sind auf der Langstrecke eher etwas für echte Enthusiasten (die es sicher gibt), aber nicht für den gemeinen teilAuto-Nutzer. Für die übergroße Zahl der Nutzer ist dieser zusätzliche Aufwand angesichts Zeit und Mammon, der investiert werden muss, sicher keine Option. Zumal die e-Fahrzeuge sowieso schon gefühlt eine Kategorie über dem tatsächlichen Platzangebot eingruppiert sind. Daher bin ich auch skeptisch gegenüber der aktuellen Ankündigung, über 100 weitere Verbrenner gegen Elektro zu ersetzen.

  7. @Tobias Die Anrechnung ist deshalb ein Problem, weil teilAuto den Strom auch nicht geschenkt bekommt und aktuell für „externes“ Laden den identischen Betrag wie Sie zahlen müsste. Das würde den Betrieb der Fahrzeuge noch unattraktiver machen, als sie durch die hohen Anschaffungs-(bzw. Leasingkosten) und die Infrastruktur eh schon sind.

  8. Ich habe vor kurzem mit der Nutzung eines Elektroautos begonnen (Renault Zoe ZE 50) und bin vom Fahrverhalten und der Ausstattung sehr angetan.
    Allerdings habe ich mich anfangs schwer mit der Inbetriebnahme getan. Zwar habe ich mir das bei YouTube eingestellte Video zum Laden der Fahrzeuge angeschaut, inzwischen sind jedoch wieder einige Dinge anders geworden. Zum Beispiel befindet sich der Knopf zum Entriegeln der Lade-Klappe nicht mehr an der Fernbedienung sondern innen an der Fahrerseite. Die Ladesäulen sind jetzt anscheinend auch andere. Ich war mir nicht wirklich sicher, ob das Fahrzeug jetzt lädt oder nicht, nachdem ich an das Kabel angeschlossen und das Laden mit der Karte aktiviert hatte. Denn im Display der Ladesäule ändert sich nichts. Hierfür wären noch mal Erklärungen für Neueinsteiger und auch ein aktualisiertes Video schön.
    Wichtig ist auch zu wissen, dass man nach dem Laden offenbar sowohl mit der Karte an der Ladesäule entriegeln muss, als auch am Fahrzeug mittels Entriegelungsknopf. Sonst lässt sich das Kabel nicht abziehen.

  9. @Flommi um 18.01.2022, 18:36 Uhr („@Tobias Die Anrechnung ist deshalb ein Problem, weil teilAuto den Strom auch nicht geschenkt bekommt und aktuell für „externes“ Laden den identischen Betrag wie Sie zahlen müsste.“)

    Diese Erklärung versteh ich nicht so richtig; teilAuto bekommt doch auch das Benzin oder den Dieselkraftstoff nicht geschenkt, wenn ich mit einem Verbrenner-teilAuto an die Tankstelle fahre, oder? D.h., der „Sprit“ ist immer inklusive; der Strom allerdings nicht – woran liegt das?

    Ich nutze ebenfalls sehr gern und schon länger immer mal wieder die E-Autos von teilAuto. Allerdings immer nur, wenn die Reichweite der Auto-Ladung genügt, damit ich mit der ursprünglichen Ladung zu meinem Ziel und wieder zurück an die „heimisch“ teilAuto-Station komme. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich mir 1.) unsicher bin, wie/ob ich an einer „externen“ Elektroladestelle aufladen kann und 2.) es irgendwie „ungerecht“ finde, diese externen Ladekosten selbst zu tragen, während bei einem Verbrenner das Tanken inklusive ist.

    Vielleicht könnte ein teilAuto-Mitarbeiter hier Aufklärung leisten? Oder es ist irgendwo schon auf diesen Webseiten erklärt? Bitte keinesfalls als „Meckerei“ verstehen; ich finde es prinzipiell klasse, dass teilAuto die E-Mobilität fördert. Aber ich würde es gern verstehen.

    Herzliche Grüße und allzeit unfallfreie Fahrt in die Runde
    Thomas

  10. Die Frage, warum das externe Nachladen nicht bezahlt wird, wurde bereits beantwortet: https://www.teilauto.net/carsharing/neuigkeiten/beitrag/wie-weiter-mit-der-elektromobilitaet-bei-teilauto

    „Darüber hinaus können wir bislang keine akzeptable Bezahl-Regel für überregionales Laden anbieten. Das hat verschiedene Gründe: Aktuell gibt es keine Ladekarte, die eine einheitliche Abrechnung nur nach Strombezug ermöglicht. Hinzu kommt, dass nicht alle Ladekarten an allen Ladepunkten genutzt werden können bzw. die Preise sehr stark variieren. Dies macht eine Kalkulation für die Dienstleistung Carsharing aktuell nicht möglich oder ist schlichtweg zu teuer.“

  11. @Reimar:
    Das schöne am Tanken beim Verbrenner ist für mich gerade, dass ich mit der DKV Karte im Auto praktisch überall bezahlen kann.
    Er-/Abschreckend, dass dasselbe derzeit in Deutschland noch nicht möglich ist und sich mit verschiedenen Preisen und Anbietern und auch Apps herumgeschlagen werden muss.
    Ein Nutzer muss sich nicht nur mit der neuen Technologie auseinandersetzen sondern auch noch mit unnötigen bürokratichen Überlegungen.
    Bin gern dabei, sobald diese „Macken“ (durch die Politik usw.) abgestellt sind und alles über die Teilauto-app und ein und dieselbe Tankkarte funktioniert.
    Grüße

  12. Schöner Gastartikel, dankeschön @Michael! Gute Erfahrungen habe ich auf langen Strecken auch mit der Bezahl-App „Maingau“ gemacht, die Preise sind fair, die Abdeckung gut.

  13. Also wenn man einen Teil der Fahrtkosten selbst trägt, sobald man die Reichweite des E-Autos auf seiner Fahrt überschreitet, sollte wenigstens der Kilometerpreis ab einer definierten Schwelle abgesenkt werden im Tarif. Das ist vielleicht die unkomplizierteste Lösung, wenn TeilAuto nicht die Rechnungen für das Laden erstatten will (hoher Verwaltungsaufwand, kann ich verstehen).

  14. Also ich bin von den E-Autos begeistert und da jede Ladesäule in Deutschland ohne Einschränkungen nutzbar ist, ist das doch kein Problem.
    Wenn es eine längere Strecke sein soll gibt es ja noch die Benziner / Diesel.
    Wir müssen alle umdenken und wenn die Industrie das mit den Ladesäulenangebot endlich in Gang bringt kann es nur besser werden.

  15. Langstrecke scheint für Non-Digital-Natives eine Doktorarbeit, aber dafür gibt ´s ja die Deutsche Bahn…
    Für Kurz- und Mittelstrecke ist es einfach, finde ich…

  16. Ich verstehe ehrlich gesagt die Kritik nicht, dass man auf länger Strecke das Laden selber bezahlen muss. Erstens muss man natürlich auf länger Strecke kein Elektroauto nehmen, wenn man das nicht will.

    Zweitens, und das ist noch wichtiger: es gibt nach wie vor etliche Ladesäulen, an denen kostenlos geladen werden kann. Einfach mal bei goingelectric auf die Stromtankstellen Karte schauen und dort im suchfilter „kostenlos laden“ eingeben.

    Ja, das lädt dann nicht so schnell wie bei ionity und Aral. Aber dafür ist es eben kostenlos.

    Ich persönlich bin Teilauto für jedes neue Elektroauto dankbar. Es ist bisher nämlich schwer, eins zu bekommen, weil die meistens ausgebucht sind. Ich hoffe, dass es hier in Zukunft zügig weiter geht mit dem Ausbau.

  17. Werte Lesende, ich freue mich sehr über die vielen Kommentare zum Artikel!
    Ohne jetzt hier auf einzelne Fragen eingehen zu wollen, weil dies schlicht den Rahmen sprengen würde und die Beantwortung in gesammelter, übersichtlicher Form sicher zielführender ist, möchte ich ein wenig auf die Hintergründe zum Artikel eingehen.
    Der Beitrag richtet sich zugegebenermaßen schon ein wenig an die fortgeschrittenen Nutzer, es sollte sich hier nicht um eine Wiederholung der Hilfeseiten von teilAuto oder von YouTube-Videos zu den Grundlagen von E-Autos handeln. Stattdessen wollte ich zeigen, dass selbst eine Fernfahrt nicht wesentlich komplizierter als eine Buchung bei teilAuto sein muss. Das gezeigte Vorgehen ist für viele Menschen nutzbar und lässt sich natürlich auch für kürzere Ausflüge nutzen, bei denen man vielleicht noch nicht ganz sicher ist, ob man die Strecke elektrisch tatsächlich schafft. Und mit dem vorgeschlagenen Ladetarif ist man recht einfach und doch bestmöglich auch auf den schlimmsten Fall der Fälle vorbereitet.
    Was das Thema externes Laden und bezahlen angeht, hoffe ich auch auf eine pragmatische Lösung in Zukunft ähnlich den Tankkarten. Aber ich kann es auch verstehen, dass es leider wirklich momentan unnötig kompliziert ist. Da bleibt nur abzuwarten. Man sollte auch nicht vergessen, dass es vor 2 Jahren quasi noch undenkbar war, ernsthaft eine Strecke über 500 km mit dem elektrischen teilAuto überhaupt in Erwägung zu ziehen. Man sieht also, wie schnell es sich hier weiter entwickelt.
    Und was das Thema Umwelt angeht: Der aktuellste Stand vom ICCT besagt, dass moderne e-Autos schon nach ca. 15.000 km Gesamtfahrleistung „umweltfreundlicher“ als vergleichbare Verbrenner sind. Und somit bewirken die 5-10€ die man vielleicht mal bei einer längeren Fahrt noch extra drauf legt auch tatsächlich was für den Klimaschutz und damit für unser aller Existenzgrundlage.

  18. „Wer jetzt Lust auf Elektroautos bekommen hat“ … äh nee, eher nicht. Zumindest nicht auf Langstrecke.

    @Martin Heinrich: es ist das Konzept von teilAuto, nach Zeit und km zu bezahlen. Der Rest ist inklusive bzw. wird erstattet. Klar und einfach. Irgendwelche Ausnahmen, wo selbst gezahlt werden muß, sind da einfach kontraproduktiv. Zumal es mit zahlen nicht getan ist, man braucht noch Karten, Apps und sonstwas. Und ich habe auch ehrlich gesagt keine Lust sonstwo eine Stunde, oder was weiß ich, rumzustehen, nur weil es kostenlos ist… Der Anspruch sollte also sein, daß es mit E genauso funktioniert wie mit Benzin/Diesel.
    Das Problem ist, daß teilAuto das aktuell nicht umsetzen kann, weil die E Landschaft offensichtlich so kompliziert und fragmentiert ist.. und das ist mMn zu Recht zu kritisieren.
    Die Aussage, daß man ja kein E-Auto nehmen müsse ist auch irgendwie witzlos, wenn das große Ziel sein soll, von Verbrennern loszukommen…

  19. Ich finds schade, dass TeilAuto die Schuko-Ladegeräte aus den Autos entnommen hat. Das hat die Ladeproblematik zusätzlich und unnötig verschärft bzw. verkompliziert aus Kundensicht. (Ja, man kann sich die Schuko-Lader in den Filialen abholen, aber eben nur zu den Bürozeiten. Die Autos kann ich ja Tag und Nacht buchen wann ich will.)
    @Autor: Danke für den Beitrag.

  20. Ich nutze fast ausschließlich die E-Flotte und kann nur positives berichten. Als erstes habe ich mir auch eine EnBW Karte geholt. Der Anbieter hat die meisten Ladesäulen und der Tarif ohne Grundgebühr reicht für den Notfall allemal.

    Einen Schuko-Stecker habe ich mir privat gekauft und kann so bei Familienbesuchen einfach nachladen. Die ZOE kann an der Haussteckdose in 30 Stunden voll aufgeladen werden, zumindest läßt sich so die Ladezeit unterwegs deutlich verkürzen. Der ID.3 kann mit dem Schuko-Stecker nicht geladen werden, dafür glänzt er aber an den Schnellladesäulen mit kurzer Ladezeit. Beide Modelle unterstützen die Smartphoneintegration und der Routenplaner „ABRP“ kann so auch im Display des Autos genutzt werden.

    Ich freue mich auf zukünftige Modelle mit einem Abstandsregeltempomat und mit der Einführung der Einführung von „AutoCharge“ wird sich irgendwann auch die Option für ein Aufladen unterwegs ohne eigenen Anbieter ergeben.

    @teilAuto: Danke für euer Engagement im Bereich Elektromobilität!

  21. Mal so als Anregung, vielleicht könnte man Mal einen Tag zum Ausprobieren mit erfahrenen Elektroautonutzern organisieren? Denke das hilft gerade am Anfang ein paar geistige Hürden abzubauen. Bei Interesse würde ich mich da auch gerne mit beteiligen.

    Andere Frage an TeilAuto: Es gibt ja aktuell auch einige Flatrate Anbieter, ziemlich prominent zum Beispiel JUCR. Habt ihr da vielleicht schon mal angefragt?
    https://www.jucr.de/home-business

  22. Hallo liebes teilAuto Team,
    ich begrüße auch sehr, dass Sie zu mehr Elektromobilität beitragen.
    Ich würde mir aber wegen des Selbsttragens für die Stromkosten auch eine Deckelung/Abschmelzung des KM-Preises bei z.B. der maximalen Reichweite des E-Autos wünschen für die Langstrecke.

  23. Was spricht eigentlich für Teilauto dagegen, einfach eine Ladekarte ins Fahrzeug zu legen wie ihr es bei Verbrennern ja auch tut. So könnten Teil-Autonutzer das Fahrzeug einfach nachladen.

    Aral und Shell bieten entsprechende Ladekarten für Geschäftskunden an, die auch an vielen Ladesäulen funktionieren.

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