Wahrheit 2015: Offene Antworten

Im Frühling haben wir alle privaten teilAuto-Nutzer im Rahmen unserer Kundenumfrage „Wahrheit 2015“ um ihre Meinung gebeten. Neben Schulnoten konnten auch offene Antworten gegeben werden. Für uns von teilAuto sind diese natürlich besonders interessant. Wir haben die Wünsche und Kritiken, die häufiger aufgetaucht sind, hier einmal zusammengefasst und nach allgemeinen und lokalen Themen geordnet.

Allgemein: Schadenmeldung

Häufiger angesprochen wurden die Wartezeiten der Servicezentrale und der Themenbereich Schadenmeldung. Da sich ein eigenständiger Newsletterbeitrag bereits mit der Telefonhotline befasst, soll an dieser Stelle nur auf den Schadenabgleich eingegangen werden. Hier stören sich Nutzerinnen und Nutzer daran, dass bestimmte Schäden nicht in der Schadenliste im Bordbuch [Anmerk. d. R.: Die aktuelle Schadenliste finden Sie in der App] stehen, obwohl sie in unserem Computersystem bereits erfasst sind. Der Hintergrund ist dabei, dass kleinere Schäden, sogenannte Bagatellen, nicht in die Schadenliste gedruckt werden, um diese übersichtlich zu halten. Gerade bei den Transportern würden die Listen ausufern, wenn jeder kleine Kratzer aufgeführt würde. Da das Thema Schadenmeldung aber branchenweit eine Herausforderung herausstellt, haben wir uns jetzt mit anderen Carsharing-Anbietern zu einem Workshop verabredet, um Verbesserungsmöglichkeiten zu finden. Wir bleiben also dran.

Leipzig: Untergrundbedingungen

Die Leipziger wünschen sich weitere Stationen und bessere Untergrundbedingungen für die Stellplätze. Wir wollen nicht groß drumherumreden – bei Regen verwandeln sich einige Standorte in Pfützenmeere. Aber wir sind nicht untätig. Bis zum nächsten Sommer werden wir die Anzahl der Stationen in Leipzig auf 150 erhöhen. Und noch in diesem Jahr gehen wir den ärgsten Pfützen an den Kragen. Drei Stationen lassen wir auf unsere Kosten befestigen. Leider können wir nicht überall verbessern, wo wir es uns wünschen. Der Waldplatz regte besonders viele Nutzer auf. Dass die Parksituation dort nicht optimal ist, wissen wir. Leider gibt es aber absolut keine alternativen Stellplätze in der unmittelbaren Umgebung. Deshalb müssen wir erstmal bleiben, wo wir sind.

Dresden: Beschilderung und Fremdparker

Die Dresdner fragten nach einer besseren Beschilderung der Stationen. Doch im Unterschied zu den anderen teilAuto-Städten müssen wir in Dresden jedes Stationsschild per Bauantrag genehmigen lassen. Das erhöht den Zeitaufwand einer Stationseinrichtung und verursacht zusätzliche Kosten. Deshalb gibt es hier weniger Beschilderung als anderswo. Kritisiert wurde auch die Fremdbeparkung an den Stationen, insbesondere in der Neustadt. Da wir mit Pollern und ähnlichem schlechte Erfahrungen gemacht haben, arbeiten wir hier eng mit einem Abschleppdienst zusammen. Wenn die Station zugeparkt ist, dann stellen Sie das Fahrzeug bitte in der Nähe auf einem legalen Stellplatz ab und informieren die Servicezentrale. Diese wird dann den Abschleppdienst benachrichtigen.

Sachsen-Anhalt: Stationsbeleuchtung

Die teilAuto-Nutzer in Sachsen-Anhalt reklamierten eine häufig nicht ausreichende Stationsbeleuchtung. Ja, wir haben zu unserem eigenen Bedauern einige Stationen in Nutzung, die nicht von der Straßenbeleuchtung profitieren. Von uns eingeholte Kostenvoranschläge für dauerhafte und vandalismussichere Beleuchtungen haben leider Preise ergeben, die nicht wirklich tragbar sind. Ohne ablenken zu wollen: Die Straßenlaternen reichen in den seltensten Fällen für den Schadenabgleich. Die Fahrzeugübernahme im Dunkeln geht schnell und einfach mit einer kleinen Taschenlampe oder einer Taschenlampen-App. Übrigens, dem Wunsch nach einer Flottenerweiterung wurde in den zurückliegenden Monaten Rechnung getragen: In Halle und Magdeburg wurde der Fuhrpark um jeweils mehr als 10 % aufgestockt und das planen wir auch für 2016.

Thüringen: Transporter

In Thüringen wurden mehr Transporter, Minis und Kleine gewünscht. Hier haben wir bereits reagiert. In Weimar gab es bis zum Frühjahr 2015 gar keinen Transporter. Diese Lücke konnten wir mittlerweile schließen. In Jena steht seit Herbst im Damenviertel ein weiterer Transporter zur Verfügung. Auch in den Klassen Minis und Kleine wurde bereits aufgestockt. Seit 2014 sind acht Fahrzeuge dazugekommen. Unser Ziel ist es, im kommenden Jahr noch weiter auszubauen. Doch vor allem in Jena gestaltet sich die Stellplatzsuche zunehmend schwieriger. Aber auch hier halten wir die Augen offen. Natürlich nehmen wir immer auch gern Hinweise für neue Stellplätze entgegen (kontakt@teilAuto.net).

Kleinere teilAuto-Städte: Auswahl

„Kleine Städte“ nennen wir Städte, in denen es meist weniger als zehn Stationen gibt. Manchmal sind es sogar nur zwei, wie in Radebeul oder Pirna. Damit ist das Fahrzeugangebot natürlich sehr eingeschränkt. Die Nutzer vor Ort haben sich in der Befragung mehr Auswahl gewünscht. Leider ist die Buchungsnachfrage in den kleinen Städten meist nicht so hoch, dass sie einen zügigen Ausbau rechtfertigt. Deshalb wachsen wir dort meist nur sehr, sehr langsam. Dafür sind wir besonders interessiert, welche Fahrzeugklassen konkret vor Ort gewünscht werden und fragen diese auch ab. Denn wenn schon nur wenige Autos in der Stadt sind, dann sollen diese auch zu den Bedürfnissen der Nutzer passen.